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Vor den Feiertagen hat Mario Möller als Hausmeister der uni.space-Micro-Apartmentanlage am Kasseler Ostring allerhand zu tun. Möller nimmt die Päckchen für alle 240 Bewohner an und lagert sie in seinem Büro, bis der jeweilige Mieter kommt und die großen und kleinen Pakete abholt. Dabei kommt der Hausmeister mit den meisten Bewohnern schnell in Kontakt.

So gibt es auch keine Berührungsängste, wenn es darum geht, den Hausmeister bei anderen kleinen und großen alltäglichen Problemen anzusprechen.

„Es ist derzeit wirklich fast mein Hauptjob, die Päckchen anzunehmen“, sagt Möller und lacht. Sonst unterstützt er die Handwerker, die noch fleißig in und um das uni.space-Gebäude am werkeln sind. „Ich bin ja selbst Handwerker, da weiß ich, was zu tun ist“, erklärt er und koordiniert direkt per Diensthandy den nächsten Termin. Ebenfalls zu seinem Aufgabengebiet gehört der Müll. Solang die Tonnen noch nicht im dafür vorgesehenen Müllraum abgestellt werden können, stehen die Behälter für Hausmüll, Gelben Sack und Papier vor dem Gebäude. „Da muss ich immer schauen, dass alles ordentlich dort landet, wo es hin soll“, berichtet Möller. Oft stellen Bewohner ihre Pappkartons einfach neben den Papiercontainer, weil sie den großen Karton nicht in kleine Stücke reißen und er im ganzen nicht reinpasst. „Dann steige ich auch schon mal in den Container und spiele Müllpresse“, sagt der Hausmeister.

Auch für ungewöhnliche Fälle ist er immer ansprechbar. „Es kommt schon mal vor, dass sich ein Mieter aussperrt“, erzählt Möller. „So musste ein Student die Nacht bei einem Kumpel verbringen und hat mich am nächsten Morgen kontaktiert. Nachdem ich ihm sein Apartment aufgeschlossen habe, habe ich ihm erklärt, dass es vielleicht ganz gut wäre, wenn er seinem Kumpel dafür etwas ausgeben würde, damit dieser ihn im Fall der Fälle noch einmal aufnimmt und er ihm zudem nichts schuldig bleibt.“ Der Student habe eifrig darüber nachgedacht, den Rat anzunehmen, erinnert sich Möller mit einem Augenzwinkern. So ist er im Haus mit den 240 Mirco-Apartments schon längst nicht mehr wegzudenken und deutlich mehr, als ein Hausmeister.